LYRICS - Gesammelte Werke

 
 


Texte von Eldrin
Texte von Sylvia
Texte von Nasrin
verschiedene Texte und Gedichte
Sprüche...

© Copyright beim jeweiligen Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3.

 

Texte von ELDRIN


Szenario – Sie und Er
Engel
Schmetterlinge
Dummheit ?
Zeitarbeiter
 
 
 

» Szenario – Sie und Er

Die kleine Welt, die sie erschaffen, sie liegt am Boden, besiegt, zerstört. Der strahlende Glanz ihrer Liebe ist erloschen. Mächtige Wolken der Angst und der Sorge um die Zukunft verdunkeln das Bild der Verwüstung. Ihre Bauwerke aus Hoffnung und Freude, sie sind gefallen, zerborsten. Die Blumen der Erinnerung hängen welk zu Boden. Die Flammen der Wut sind erloschen, nur der beißende Geruch der Enttäuschung liegt noch in der Luft.

Inmitten der Trümmer stehen sie sich gegenüber. Beide am Ende ihrer Kräfte, weinend, verletzt. Ihre Blicke wandern, alles um sie herum ist zerstört. Betretene Stille breitet sich aus. Die Stille der Hoffnungslosigkeit. Sie sehen sich an, ihre Blicke sind leer. Selbst der Hass ist verschwunden, er hat sein Werk vollendet. Ratlos, hilflos stehen sie da.

Doch plötzlich durchbricht ein Laut die Stille. Etwas bewegt sich im Staub, etwas hat überlebt. Eine kleine Taube, schneeweiß ist sie. Er sieht sie an, sie schaut auch hin. Die Taube dreht ihren Kopf, zu ihm, dann zu ihr. Als wenn sie etwas sagen wollte. Dann breitet sie ihre Flügel aus und steigt zum Himmel auf. Und jeder ihrer Flügelschläge teilt die Wolken der Hoffnungslosigkeit. Sie fliegt höher und höher, bis sie verschwunden ist.

Doch sie hat etwas hinterlassen. Den Weg durch die Wolken. Es ist der Weg für einen kleinen Sonnenstrahl der Hoffnung. Und es ist nicht die Hoffnung für ihn oder für sie, die die finsteren Wolken durchdringt. Es ist ein Sonnenstrahl der Hoffnung für ihren gemeinsamen Sohn.

Sie sehen sich an. Werden sie sich die Hände reichen ?

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Eldrin am 14.05.2008

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» Engel

Einst brachte sie Freude und Glück. Sie machte seine Träume wahr und gab ihm Hoffnung in schweren Zeiten. Indem sie einfach da war, ihm immer wieder Mut zusprach, im Alltagskampf durchzuhalten. Und indem sie mit einer kleinen, stillen Umarmung immer wieder seinen ganzen Schmerz von ihm nahm. Sie gab ihm Lebensfreude. Sie war für ihn nicht einfach nur Mensch, sie war viel mehr. Denn sie hatte zwei wunderschöne, schneeweiß glänzende Flügel aus Liebe und Hoffnung. Er konnte es sehen und erkannte, daß sie ein Engel war. Sein Engel. Er sagte es ihr, doch sie winkte nur verlegen ab...

Doch eines Tages, er ließ sie mal wieder allein um den Lebensunterhalt zu verdienen, wurde sie ein wenig neugierig. Vorsichtig breitete sie ihre Flügel aus und tat ein paar zaghafte Schläge. Dann nochmal und nochmal. Und tatsächlich, sie erhob sich ein kleines Stück. Aus dem kleinen Stück wurden schnell ein paar Meter und schon bald darauf konnte sie fliegen.

Ein wenig unsicher stieg sie auf und betrachtete ihre Umgebung. Nicht weit entfernt entdeckte sie einen anderen Menschen, ganz klein, dort unten am Boden. Sie wollte ihn näher betrachten und flog tiefer. Plötzlich, als er sie entdeckte und ihr zuwinkte, verlor sie die Kontolle. Sie stürzte hinab zu ihm, hinein in einen Sumpf aus Lüge, Betrug und Untreue. Der Mensch sah es, doch er half ihr nicht. Nein, er hielt sie sogar fest, denn er wollte den Engel für sich haben. Und so zog er sie noch tiefer hinein.

Irgendwann ließ er ab von ihr. Sie befreite sich mühsam und trat erschöpft den Weg nach Hause an. Sorgen und Angst begleiteten sie auf ihrem Weg.

Sie kam bei ihm an und erzählte ihm traurig von ihrem Ausflug. Doch er wusste schon davon, er hatte sie fliegen sehen. Und so betrachtete er sie, wie sie vor ihm stand.

Der Schmutz der Untreue haftete an ihr, ihre Flügel waren vom Sturz gebrochen und grau geworden vom Staub aus Lüge und Betrug. Der glänzende Schein ihrer Flügel war im Sumpf verlorengegangen. Sie würde nie wieder strahlen können, nie wieder ihre Flügel ausbreiten können.

Und so erkannte er, was sie geworden war. Nur noch ein Mensch...

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Eldrin am 15.05.2008

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» Schmetterlinge

Vollendete Schönheit mit purer Eleganz. Sie sind eine wunderschöne Schöpfung der Natur. Aber heute möchte ich nicht über die Insekten schreiben, sondern über das angenehm aufregende Gefühl, "Schmetterlinge im Bauch" zu haben.

Rational betrachtet sind sie nur die körperlichen Symptome für Aufregung und Angst. Zitternde Hände, ein flaues Gefühl im Magen, verbale Schüchternheit und Vermeidung von Blickkontakt. Sie begegnen uns meist, wenn wir einem "besonderen Menschen" gegenüberstehen. Jedenfalls geht es mir so...

Nach meiner ersten dauerhaften Beziehung habe ich diese "Tierchen" allerdings lange nicht mehr gesehen. Denn Alltag und Gewohnheit sind Gift für sie.

Einige Zeit später waren sie vom einen auf den anderen Augenblick wieder da. Meine "Kollegin" war Schuld an ihrem Auftreten. Leider stellte sich bald heraus, daß diese junge Dame mit einem Schmetterlingsnetz unterwegs war. Sie rief diese Schmetterlinge zu Dutzenden hervor, nur um sie auch gleich wieder einzufangen und in ihrer Sammlung "aufzuspießen". War wohl gut für ihr Ego. Jedenfalls kann sie's heute noch nicht lassen, obwohl sie seit Jahrern verheiratet ist. Spätestens nach dieser Erfahrung waren diese Tierchen in meinem Ansehen stark gesunken.

Doch irgendwie beeinflussen mich Schmetterlinge immer wieder, wenn sie mich finden oder "heimsuchen". Selbst Logik und Vernunft vermögen es anscheinend nicht, sie aufzuhalten.

Und so kehrten sie irgendwann wieder. In einer Form und Anzahl, wie ich sie zuvor nicht erlebt hatte. Zum Einen natürlich durch das Mädchen, das ich damals kennenlernte. Zum Anderen aber erst, als mir dieses Mädchen einen wundervollen kleinen Sohn schenkte. Nie zuvor hatte ich so viele Emotionen gleichzeitig gefühlt, als am Geburtstag meines Sohnes. An diesem Tag stand ich komplett neben mir, war nicht mehr Herr meiner Sinne. Es war der bisher schönste Tag in meinem Leben, bis heute...

Doch so wunderschön sie auch anzusehen sind, so kurzlebig sind sie doch auch. Mein Sohn war noch nicht ganz sechs Jahre alt, als seine Mutter beschloss, eigene Wege zu beschreiten (unnötig, an dieser Stelle näher drauf einzugehen).

Da waren sie dahin, die Schmetterlinge. Zerstört in einem Atemzug. Gemeinsam mit den Träumen einer gemeinsamen Zukunft als "heile Familie". Und Familie hatte immer schon den höchsten Stellenwert für mich. Ich konnte also quasi meinen Lebenstraum begraben. Was ein guter Grund für mich war, "Schmetterlinge im Bauch" aus meinem Leben zu verbannen. Denn bisher haben sie auf lange Sicht nur Unheil über mich gebracht.

Was habe ich also getan ? Ich habe sie erfolgreich bekämpft, sobald sie auch nur in meine Sichtweite kamen. Worin sollte auch der Sinn liegen, sich auf etwas einzulassen, was einen emotional fast zerstört hätte ? Manche junge Dame mag ich in der letzten Zeit mit meiner Einstellung dazu verwirrt oder verletzt haben. Man möge mir dies verzeihen, es war nie meine Absicht, jemandem zu schaden. Es gibt ein sehr schönes Lied darüber (Thomas D. - Uns trennt das Leben)...

Ich habe auch heute noch ein eher gestörtes Verhältnis zu diesen "Schmetterlingen im Bauch". Scheidungsväter verstehen das vielleicht. Und doch kam eines Tages der Moment, an dem sie mich plötzlich und unerwartet wieder mit ihrer vollen Pracht aus der Bahn warfen. Trotz aller schlechten Erfahrungen: Sie waren wieder da !

Ich stand vor einem wunderschönen Mädchen. Egal, dagegen war ich doch eigentlich schon immun ? Doch sie war irgendwie anders. Supernett und freundlich, natürlich, mit einem herzerweichenden Lächeln. Ihr Leben und ihre Zukunft fest in ihren eigenen Händen. "Die Eine", die es hätte sein können...

Doch leider denkt sie genauso realistisch wie ich. Sie studiert gerade und jobbt nebenbei in jeder freien Minute. Sich im Moment auf eine Beziehung einzulassen würde ihre Zukunftspläne gefährden. Vernünftig...

Und bei mir sieht's nicht viel anders aus. Ich habe meinen Sohn jede zweite Woche bei mir und arbeite im Schichtbetrieb. Mit den Worten von Thomas D.: "Uns trennt das Leben". Und doch bleiben täglich die Träume davon, daß es anders sein könnte. Und die Schmetterlinge im Bauch, wenn ich sie treffe.

Ich danke ihr dafür, daß ich wieder träumen kann !

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Eldrin am 02.05.2010

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» Dummheit ?

Wenn einer mal sein Herz befragt
Und dieses Einsamkeit beklagt,
Sollt’ er für sich ein Weibchen finden
und nicht einfach im Frust verschwinden.

Jung oder älter, ganz egal,
ob ausgeflippt oder „normal“,
Gesicht und Körperbau ganz fein
Und reinen Herzens sollt’ sie sein.

Der hübschen Töchter gibt es viele,
doch meist ham’ sie die selben Ziele:
Viel Geld, ein Heim und schnell ein Kind,
damit sie abgesichert sind.

Dann Anwalt, Scheidung, Unterhalt,
damit der Depp für sie bezahlt.
Von seinem Geld lässt’s sich gut leben,
so sehen es die meisten eben...

Doch wo sind die, die anders denken,
die nicht ihr Herz für Geld verschenken ?
Wo sind die Ehrlichen, die Lieben ?
Sag’ mir, wo sind die geblieben ?

Daß es sie gibt, das glaube ich,
doch geseh’n hab’ ich sie nicht.
Ich drehe täglich meine Runden,
doch hab’ ich sie noch nicht gefunden.

Sollt’ ich jetzt einfach aufgeben ?
Dann fehlt mir was in meinem Leben.
Also hör’ ich jetzt auf zu fluchen
und werde morgen weitersuchen.

Vergangenheit hat mich verletzt,
der Kopf dem Herz sich wiedersetzt.
Die Liebe hat mein Herz zerfetzt,
doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Eldrin am 11.05.2008

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» Zeitarbeiter

Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
regen sich die „Leihgestalten“.

Versuchen, Arbeit hier zu machen,
doch der Versuch ist nicht zum Lachen:

Sie schlagen alles kurz und krumm,
sind für das Einfachste zu dumm,

´nem Fachmann nichtmal etwas ähnlich,
sind sie zum Arbeiten zu dämlich.

Doch das alleine stört uns nie,
denn für sechs Euro schaffen sie...

Und ist einer mal zu teuer,
ein Anruf und schon kommt ein Neuer.

So schaffen sie, tagein, tagaus,
kriegen am Ende kaum was raus.

Ein Hungerlohn für viel Arbeit,
das motiviert auf lange Zeit.

Die Stammarbeiter sind am grinsen,
wenn sie auf ihren Lohnschein linsen,

doch wartet ab, es kommt die Zeit,
da gibt es NUR NOCH ZEITARBEIT !!!

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Eldrin am 07.04.2008

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Texte von Sylvia


Das Leben
Freude suchen
Träume
Homepage von Sylvia: http://www.aquacolores.de
 
 
 

» Das Leben

Das Leben zieht wie Rauch vorbei
und in des Tages Einerlei
verlier ich meine Seele.

Will meine Träume nicht verschieben,
will meine Kinder HEUTE lieben,
nicht, wenn ich einmal Zeit hab.

Hält man das Leben heut´ nicht fest,
verbleibt nur noch ein karger Rest
im Alter.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Sylvia, 2007

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» Freude suchen

Freude kommt nicht von allein.
Musst sie suchen, erst ganz klein.
Dein Herz ganz weit öffnen.

Musst sie andren Menschen schenken,
einfach nicht nur an DICH denken,
lächeln und auch grüßen.

Schenkst Du andren Menschen Glück,
kehrt's ins eigne Herz zurück,
hat die Freude Dich gefunden.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Sylvia, 2007

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» Träume

Im Frühling des Lebens
sind die Träume unendlich.
Alles will man erreichen,
doch die Ziele sind noch kindlich.

Mit der Reife muss man spüren,
die Grenzen sind hart.
Manche Hürde muss man nehmen,
oft mit Scheitern gepaart.

Auf ein Ziel, das erreicht,
kommen drei begrabenen Träume.
Das Leben ist nicht leicht,
doch ich weiß, was ich träume:

Möchte jung sein im Alter,
meine Träume ausleben.
Solang´ die Kerze noch brennt,
immer nach Neuem streben.

Und wenn die Kerze ausgebrannt,
schreibt mir auf einen Stein:
"Sie hätt´ noch Träume für hundert Jahre,
doch es hat nicht sollen sein !"

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Sylvia, 2007

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Texte von Nasrin


Liebe ?
Gehen
Ewigkeit
Irgendwann
Vergangenheitsbewältigung

 
 
 

» Liebe ?

Ich suchte Halt, wo kein Halt war.
Ich nannte es Liebe,
doch war mir nicht klar,
dass Liebe nicht gleich Liebe ist,
dass man Gefühle gern vergisst.
Frag´ mich ganz hin und her gerissen:
Wie kann man Liebe denn vergessen ?

Und wünsch´ mir im Geheimen gar,
dass das nie wahre Liebe war.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Nasrin, 2007

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» Gehen

Bin manchen Weg gegangen.
Hab viele Hürden genommen.
Muss immer weiter wandern,
das Ziel noch weit – verschwommen.

Geh viele kleine Schritte,
geh manchmal auch im Kreis.
Beweg mich zur inneren Mitte.
Der Weg noch weit –
ich weiß.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Nasrin, 2007

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» Ewigkeit

Samtschwarze Nacht,
der Himmel in seiner Unendlichkeit,
der Mondenschein birgt Macht,
die Gewalt der Gezeiten – seit ewiger Zeit.

Ein Zauber liegt in der Stille,
im dunklen Geborgenheit.
Süßer Friede umhüllt die Sinne –

ein Stückchen Ewigkeit ?

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Nasrin, 2007

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» Irgendwann

Regentropfen klatschen ans Fenster.
Dunkle Wolken ziehen vorbei.
Mir ist es, als seh ich Gespenster
in finsteren Träumereien.

Der Wind heult mit fauchender Stimme,
und irgendwo weint ein Kind.
In Traurigkeit hüllen sich die Sinne.
Die Augen voll Tränen sind blind.

Die Gedanken entfliehen in den Süden,
wo die wärmende Sonne noch scheint,
wo tausend Feuer noch glühen,
wo Himmel und Meer sind vereint.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Nasrin, 2007

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» Vergangenheitsbewältigung

Wo ist all das Licht geblieben ?
Dass die Jugend mir erhellt.
Durch Schmerz und Leid davon getrieben.
Dunkel wurde meine Welt.

Wo sind all die schönen Farben,
meiner Kindheit Fantasie ?
Unter Schichten tief vergraben.
Fast schon ganz vergaß ich sie.

Wo sind jene Sonnentage,
als das Leben schien so leicht ?
Sinnlos sind sie, diese Fragen,
denn das Jetzt hat mich erreicht.

© Copyright beim Autor, Näheres siehe Impressum unter Punkt 3. Nasrin, 2007

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Texte und Gedichte  zum Teil unbekannter Verfasser


#  1 - Ich danke...
#  2 - Die ewige Liebe
#  3 - Rechnung bezahlt
#  4 - Der Geiger
 
 
 

» Ich danke...

Ich danke den Menschen, die mich belügen und enttäuschen.
Durch sie lerne ich, nicht Jedem blind zu vertrauen.

Ich danke den Menschen, die mich durch Worte und Taten erniedrigt und gedemütigt haben.
Durch sie habe ich gelernt, stark und selbstbewusst zu werden.

Ich danke den Menschen, von denen ich mich in schweren Zeiten verlassen fühle.
Durch sie lerne ich, wahre Freunde zu erkennen.

Ich danke den Menschen, die Dinge stets negativ sehen.
Durch sie lerne ich, immer das Positive zu erkennen.

Ich danke den Menschen, die jammern und sich selbst bemitleiden.
Durch sie finde ich den Mut, nach jedem Tief aufzustehen und zu kämpfen.

Ich danke den Menschen, die mir mein Leben und den Erfolg nicht gönnen.
Sie lassen mich wissen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Ich danke den Menschen, die schlecht über mich reden.
Durch sie lerne ich, dass Neid den wahren Charakter zeigt.

Ich danke den Menschen, die nur an Geld und Karriere denken.
Durch sie lerne ich, das Leben zu genießen und Gesundheit als etwas Wertvolles zu sehen.

Ich danke den Menschen, die nicht an mich glauben.
Durch sie nehme ich Zweifel als Herausforderung an.

Ich danke all diesen Menschen, dass ich ihnen begegnen darf.
Sie haben das aus mir gemacht, was ich heute bin.

  --- unbekannter Autor ---

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» Die ewige Liebe...

ich brauche dich
viel mehr als ich verstehe
bin ich dir nahe
bin ich glücklich
verlässt du mich
so leide ich

bist du die
die mich wieder fühlen lässt
die mich wieder verlassen muss
damit ich wieder fühle
damit ich wieder liebe

ich muss dich suchen
aber finden
finden darf ich dich nicht

denn es ist dein geheimnis
dass nur dann
wenn du mir fern bist
noch geheimnis ist

und ich suche dein geheimnis
und mit jedem tag
liebe ich dich mehr
liebe ich dich aus der ferne

denn nur dann
kann ich empfinden
denn nur dann
kann ich wirklich fühlen

nähe ist so klein
und das geheimnis
ist so gewaltig

es ist so tief und unergründlich
dass ich glücklich
nur glücklich sein kann
wenn ich dich suche

suche um dir doch nie
nie wirklich nahe zu sein

  --- unbekannter Autor ---

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» Rechnung bezahlt...

Eines Abends, als die Mutter gerade das Abendessen kochte, kam der elfjährige Sohn in die Küche, mit einem Zettel in der Hand. Er überreichte den Zettel mit einem seltsamen, amtlich anmutenden Gesichtsausdruck seiner Mutter, die sich daraufhin die Hände in der Schürze abwischte, den Zettel entgegennahm, und zu lesen begann:

Für das Jäten des Blumenbeetes: 2 Euro
Für das Aufräumen meines Zimmers: 8 Euro
Weil ich Milch holen gegangen bin: 1 Euro
Weil ich drei Nachmittage auf meine kleine Schwester aufgepasst habe: 12 Euro
Weil ich zwei Einser bekommen habe: 8 Euro
Weil ich jeden Tag den Müll raus bringe: 3 Euro

Insgesamt: 34 Euro

Die Mutter blickte sanft ihren Sohn an. Es kamen ihr unzählige Erinnerungen ins Gedächtnis. Dann nahm sie einen Stift, und begann auf einen anderen Zettel zu schreiben:

Für neun Monate lang unter meinem Herzen tragen: 0 Euro
Für alle durchwachten Nächte, die ich an deinem Krankenbett verbracht habe: 0 Euro
Für das viele Im-Arm-halten und Trösten: 0 Euro
Für das Auftrocknen deiner Tränen: 0 Euro
Für alles, was ich dir Tag für Tag beigebracht habe: 0 Euro
Für jedes Frühstück, Mittagessen,Abendessen und alles, was ich dir zubereitet habe: 0 Euro
Für mein Leben, was ich dir jeden Tag gebe: 0 Euro

Insgesamt: 0 Euro

Als sie fertig war, gab die Mutter mit einem Lächeln den Zettel ihrem Sohn in die Hand. Das Kind las es, und zwei große Tränen liefen aus seinen Augen.

Dann drückte er den Zettel an sein Herz, und schrieb im Anschluss auf seine eigene Rechnung:

- BEZAHLT -

  --- unbekannter Autor ---

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» Der Geiger

Ein Geiger zog von Land zu Land,
Um seine Kunst zu zeigen,
Was je ein Menschenherz empfand,
Das wußt' er vorzugeigen.

Er spielte leis, er spielte stark,
In Tönen vielgestaltig,
Sein Geigen ging durch Bein und Mark,
Ergreifend allgewaltig.

Das Lob erschallt. Der Geiger stand
Und blickt in tiefen Sinnen:
"Den schönsten Klang, den ich gekannt,
Den hab' ich doch nicht inne.

Mein alter Vater spielte mir,
Als ich ein Kind, die Weise;
Sie klang (ich bebt' und weinte schier)
So wunderstark und leise.

Doch wie ich sinne hin und her,
Ich weiß sie nicht zu geigen,
Und Ruhe find' ich nimmermehr,
Bis sie mir wieder eigen." -

Er spricht's und spielet leis und stark,
Und sinnt und spielet wieder;
Geht auch sein Ton durch Bein und Mark,
Er senkt den Bogen nieder.

"O jammervolle Schnörkelei'n!
Ist das Musik zu nennen? -
Rasch packt' er Geig' und Bogen ein,
Um wild davon zu rennen.

Er wandert hin, er wandert her,
Dann wandert er nach Hause;
Das Haar wird grau, die Hand wird schwer,
Er wohnt in stiller Klause.

Doch sinnt er stehts und sinnet noch
Und findet nicht die Weise.
"Du guter Gott, erbarm' dich doch!
Gib Ruh' mir schwachem Greise!"

Der Knabe, den er geigen lehrt,
Sieht morgens einst ihn träumen.
Er lächelt sanft; er schwebt verklärt
Wohl jetzt in lichten Räumen.

Als er erwachet, spricht er mild:
"Dank, Dank dir, Herr da droben!
Ich sah im Traum des Vaters Bild
Von Silberhaar umwoben.

Die Weise, die ich nimmer fand,
Hört' ich ihn kräftig geigen.
O gib die Geige von der Wand!
Jetzt ist der Klang mein eigen."

Der Knabe reicht die Geige dar,
Der Alte spielt die Weise,
Der Knabe horcht, - es klingt so klar,
So wunderstark und leise.

Die alte Hand ermattet nicht,
Stets schallt es voller tönend,
Dem Aug' entströmt ein selig Licht,
Das alte Haupt verschönend.

Da stirbt der Ton, der Bogen fällt,
Es kniet und schluchzt der Knabe.
Der Alte noch die Geige hält;
Legt ihn auch so zu Grabe!

  Friedrich von Sallet, 1812-1843

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gesammelte  Sprüche


#  1 - Im Schatten
#  2 - Tränen
#  3 - Eiskalt
#  4 - Du sagst
 
 
 

» #1

Im Schatten geboren, das Licht nie geseh'n,
Wandelnd auf dunklen Pfaden, die nirgends weitergeh'n.

Ein Funke der Hoffnung versengt meine Hand,
Ich starre in's Nichts, bleibe unerkannt...

 

  --- unbekannter Autor ---

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» #2

Ich hatte Tränen im Gesicht, als ich dir sagte "Ich liebe dich"
Doch du glaubtest mir nicht.

Ich rannte raus, raus aus meinem Leben.

Nun stehst du da vor meinem Grab, mit Tränen im Gesicht
und flüsterst leise "Ich liebe dich"...

 

  --- unbekannter Autor ---

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» #3

Es war eiskalt,
als ich meine Liebe begrub,
meine Gefühle verbrannte.

Was den Flammen entkam, starb in der Kälte.

 

  Andante

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» #4

Du sagst, Du liebst die Sonne,
doch wenn sie scheint, suchst Du den Schatten.

Du sagst, Du liebst den Wind,
doch wenn er weht, schließt du die Fenster.

Du sagst, Du liebst den Regen,
doch wenn er fällt, spannst Du den Schirm.

Deshalb habe ich Angst,
wenn Du mir sagst, daß Du mich liebst !

 

  --- unbekannter Autor ---

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